„Der Poker Boom ist vorbei“ unken die einen, „Der zweiten Boom kommt bald“, freuen sich die anderen. In Deutschland zumindest stehen die Zeichen für eine neue Online Poker-Welle, nicht zuletzt dank „unseres“ Pokerpapstes Pius und der Aussicht, dass von Schleswig-Holstein ausgehend demnächst auf legale Weise im Internet gepokert werden darf – mehr als 40 Anbieter, darunter auch Branchenriese PokerStars, wollen eine Lizenz aus dem nördlichsten Bundesland haben. Auch in den USA stehen nach Meinung vieler Experten die Zeichen gut für die Legalisierung von Online Poker, das laut einem Rechtsgutachten von höchster Stelle nicht unter das Verdikt des Wire Acts fällt. Vermutlich und nicht eben unerwartet wird Nevada der erste US-Bundesstaat sein, in dem offiziell Online Poker angeboten werden kann.
Was also könnte einem zweiten Poker Boom im Wege stehen? Steve Ruddock, PokerPro, Coach und Journalist, äußert sich in einem sehr interessanten Artikel auf www.pokernewsboy.com sehr skeptisch zu diesem Thema, kommt allerdings im Endeffekt zu dem Schluss, dass zumindest an die Spitzenzahlen von 2006 angeknüpft werden kann. Allerdings, so seine Vermutung, dürfte sich der Prozess, bis ähnliche Umsätze erreicht werden können, eher allmählich vollziehen, nicht mit dem rasanten Anstieg, der zwischen 2004 und dem absoluten Peak von März 2005 erfolgte.
Drei Faktoren macht Ruddock für eine langsamere Entwicklung verantwortlich: Da sind zunächst die wiederholten Rückschläge, die die Pokerwelt in den letzten Jahren erschütterte (meistens erfolgten sie auf dem Onlinesektor, was aber immer auch Rückwirkungen auf Brick-and-Mortar-Poker hatte): die UIGEA von 2006, der Skandal um die Super User auf Ultimate Bet (2004-2008), unverhohlenes Multiaccounting von Pros (zum, Beispiel Eli Elezra auf Full Tilt) und unfassbar dämliche Betrügereien durch Stars der Szene wie das „Pokerwunderkind“ José “Girah” Macedo auf iPoker (2011), zuletzt der Black Friday und der Abgang von Full Tilt Poker und UB/Ultimate Bet mit dem Einfrieren von Hunderten Millionen Dollars auf den Spieleraccounts. Solche negativen Schlagzeilen verursachen bei vielen einen schlechten Geschmack im Mund, und manch einer wird es sich überlegen, ob er selbst im Falle einer Legalisierung mit viel Geld ins Pokern einsteigt.
Ein weiterer Grund, warum es vermutlich für ein erneutes Aufblühen der Branche selbst unter den günstigsten politischen Umständen etwas mehr Zeit braucht, ist schlicht die ökonomische Gesamtsituation: Viele Menschen haben einfach aufgrund sinkender Einkommen nicht mehr das Geld, um auf einen Schlag Hunderte oder gar Tausend von Dollars in ihr Hobby zu investieren. Die Pokerseiten ihrerseits haben angefangen, darauf zu reagieren. Einige bieten bereits wieder vermehrt Reload-Freerolls an oder fordern zum persönlichen Kontakt auf, um individuell Boni auszuhandeln. Wer sich im Moment aufmerksam auf den Sites umsieht, kann einige schöne Deals heraus handeln.
Und dann ist da noch das derzeitige Geschehen in der Online Pokerszene selbst. Da weiß sich Steve Ruddock mit Cashgemae-Spezialist Phil Galfond einig, der in „Let’s Make Some Changes“ scharfsinnig die aktuelle Situation analysiert und zum Umdenken auffordert. Mehr zu diesem Thema demnächst, außerdem ein paar Überlegungen, ob die möglichen Entwicklungs-Entschleunigungen nicht langfristig einige positive Wirkungen zeitigen könnten.
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Energiekraftwerke für die Hosentasche, biometrische Zugangscodes für Onlinepokerrooms, kabellose Gedanken-übertragung, Turnierplanung ohne eigene Aktivitäten, Onlinegambling in den entlegensten (ehemaligen) Funklöchern: Zugegeben, das klingt ein bisschen wirr, stellt aber nur einen Bruchteil der Veränderungen dar, die unseren Alltag nach den Plänen und Forschungen von IBM in den nächsten fünf Jahren erwarten, nachzulesen im Novitätenblog von androidpit.de, wo auch kurze Videos zu den Forschungsthemen Energy, Security, Mind Reading, Mobile und Analytics zu finden sind.
Des Weiteren arbeitet man bei IBM zur Zeit an einer Technologie, die hereinkommende Informationen analysiert, aus- und verwertet, indem sie sie gegebenenfalls direkt in persönliche ToDo-Listen und Terminpläne des Users integriert. Keine verpassten weil nicht turnierten Pokerligatermine mehr, PLO-Turniere werden automatisch eingetragen, wenn sie eine bestimmte Buy in haben und in einem bestimmten Zeitraum starten. Eigentlich ganz nett, oder? Ob aber die anvisierte Ausmerzung von Funklöchern tatsächlich wünschenswert ist?! Kommt auf die Perspektive an – wenn ich mir vorstelle, wie ich am Strand entspanne, nervt der Gedanke an die Quasselstrippenkultur. Andererseits, wenn ich schiffbrüchig in einer Nussschale auf dem Ozean triebe und nicht mal pokern könnte …
Einen Erfolg besonderer Art kann Christophe „Crazy Sheep“ Groß für sich verbuchen: Das Publikum von pokerolymp.com nominierte den 29jährigen für die anstehende Verleihung der Poker Olymp Awards in der Kategorie „Beste Poker Video Serie“. Der 29jährige lebt seit zwei Jahren auf Malta. Im Sommer 2011 hatte er mit der Videoserie 




