Poker Blog - Aus aller Pokerwelt

Pokergerüchte, News, Personalia, Turniere, Philosophisches, Psychologisches und Randnotizen … viel Spass beim Lesen!

Work in Progress: Phil Galfond’s LET’S MAKE SOME CHANGES

Montag, Februar 6th, 2012

Phil GalfondPlädoyer für mehr Spaß am Spiel: Seit etwas mehr als drei Wochen wächst und gedeiht mit Let’S Make Some Changes ein spannender Blogpost, in dem Phil TPPFKAO (The Poker Player Formerly Known As OMGClayAiken) sich so seine Gedanken über die Frage macht, ob und wie denn die Onlionepokerszene wiederbelebt werden kann. Denn selbst wenn ja alle Vorzeichen auf einen neuerwachenden Pokerboom hindeuten, so hat aus der Sicht vieler (vor allem Hobby-)Spieler das spannendste aller Kartenspiele in vielerlei Hinsicht an spielerischem Reiz stark eingebüßt. Phil Galfond untersucht die Gründe dafür – notabene vor allem aus der Sicht eines ausgemachten Highstakes-Spezialisten, was sichaber problemlos auf diejenigen unter uns übertragen lässt, für die 4tabling mit jeweils $10 Buy-in ungefähr dem entspricht, was Mr. Galfond mit jeweils $10.000 veranstaltet.

Liebhabers des grünen Filzes sei unbedingt zu dieser Lektüre geraten. Da Phil aber ausdrücklich erlaub und sogar dazu auffordert, den Artikel oder Teile daraus andernorts zu zitieren/zu reproduzieren, und da die Diskussion sich auf ww.philgalfond.com unentwegt und heftig weiterentwickelt, und weil dieses Thema (allerdings mehr unter dem Aspekt „Save the Fish!“, Royal Flush, im Juli 2011) mein ganz spezielles Steckenpferd ist, werde ich hin und wieder nachsehen, was sich Neues getan hat und hier darüber berichten. Übrigens hat erst kürzlich Jonas Ödman, wegen der Einführung des Recreational Poker Models viel kritisierter Player Vizepräsident des Bodog Networks, auf www.calvinayre.com klargestellt, dass er „nichts gegen Winning Players“ hat. Es gebe eben schlicht nur drei Wege, die das Geld im Ökosystem Poker nehmen kann: Über Deposits durch die Spieler kommt es herein, und hinaus fließt es über Withdrawals oder die Rakes der Rooms. Winning Players generieren zwar den Löwenanteil dieses Rakes, indem sie kontinuierlich spielen, könnten das aber durchaus jahrelang tun, ohne wieder einzahlen zu müssen. Deposits aber liefern sozusagen den Sauerstoff, der das Ökosystem aufrechterhält. So gesehen ist es im Interesse aller dafür Sorge zu tragen, dass die Spieler, die neue und/oder erneut einzahlen, eine „möglichst positive Spielerfahrung“ machen. Zur Erinnerung: Statistisch gesehen machen gerade mal fünf Prozent der Onlinespieler langfristig ein Plus beim Pokern. 95 Prozent müssen anders bei Laune gehalten werden.

Nachttrag: Als Tom “durrr” Dwan 2009 zur Million Dollar Challenge aufrief, bei der er jeden Spieler einlud, auf Fill Tilt 50.000 Hände gegen ihn an $200/$400 (gern auch höher) No-Limit Holdem oder Pot-Limit Omaha-Tischen zu spielen, schloss er ausdrücklich einen Spieler aus: Phil (damals noch)“OMYGODClayAiken“ Galfond (heute online als MrSweets28  unterwegs) durfte nicht mitmachen. Allein diese kleine Episode zeigt, welche Hochachtung MrSweets in der Szene genoss, und er tut das heute noch – genauer gesagt: Auch viele Spieler auf PokerStars haben Angst vor seinen Fähigkeiten, und, wie er bedauernd feststellt, gehen sofort auf Sit-out, wenn sie ihm am Tisch begegnen.

Wie kann ein neuer Poker-Boom aussehen?

Sonntag, Januar 22nd, 2012

„Der Poker Boom ist vorbei“ unken die einen, „Der zweiten Boom kommt bald“, freuen sich die anderen. In Deutschland zumindest stehen die Zeichen für eine neue Online Poker-Welle, nicht zuletzt dank „unseres“ Pokerpapstes Pius und der Aussicht, dass von Schleswig-Holstein ausgehend demnächst auf legale Weise im Internet gepokert werden darf – mehr als 40 Anbieter, darunter auch Branchenriese PokerStars, wollen eine Lizenz aus dem nördlichsten Bundesland haben. Auch in den USA stehen nach Meinung vieler Experten die Zeichen gut für die Legalisierung von Online Poker, das laut einem Rechtsgutachten von höchster Stelle nicht unter das Verdikt des Wire Acts fällt. Vermutlich und nicht eben unerwartet wird Nevada der erste US-Bundesstaat sein, in dem offiziell Online Poker angeboten werden kann.

Was also könnte einem zweiten Poker Boom im Wege stehen? Steve Ruddock, PokerPro, Coach und Journalist, äußert sich in einem sehr interessanten Artikel auf www.pokernewsboy.com sehr skeptisch zu diesem Thema, kommt allerdings im Endeffekt zu dem Schluss, dass zumindest an die Spitzenzahlen von 2006 angeknüpft werden kann. Allerdings, so seine Vermutung, dürfte sich der Prozess, bis ähnliche Umsätze erreicht werden können, eher allmählich vollziehen, nicht mit dem rasanten Anstieg, der zwischen 2004 und dem absoluten Peak von März 2005 erfolgte.

Drei Faktoren macht Ruddock für eine langsamere Entwicklung verantwortlich: Da sind zunächst die wiederholten Rückschläge, die die Pokerwelt in den letzten Jahren erschütterte (meistens erfolgten sie auf dem Onlinesektor, was aber immer auch Rückwirkungen auf Brick-and-Mortar-Poker hatte): die UIGEA von 2006, der Skandal um die Super User auf Ultimate Bet (2004-2008), unverhohlenes Multiaccounting von Pros (zum, Beispiel Eli Elezra auf Full Tilt) und unfassbar dämliche Betrügereien durch Stars der Szene wie das „Pokerwunderkind“ José “Girah” Macedo auf iPoker (2011), zuletzt der Black Friday und der Abgang von Full Tilt Poker und UB/Ultimate Bet mit dem Einfrieren von Hunderten Millionen Dollars auf den Spieleraccounts. Solche negativen Schlagzeilen verursachen bei vielen einen schlechten Geschmack im Mund, und manch einer wird es sich überlegen, ob er selbst im Falle einer Legalisierung mit viel Geld ins Pokern einsteigt.

Ein weiterer Grund, warum es vermutlich für ein erneutes Aufblühen der Branche selbst unter den günstigsten politischen Umständen etwas mehr Zeit braucht, ist schlicht die ökonomische Gesamtsituation: Viele Menschen haben einfach aufgrund sinkender Einkommen nicht mehr das Geld, um auf einen Schlag Hunderte oder gar Tausend von Dollars in ihr Hobby zu investieren. Die Pokerseiten ihrerseits haben angefangen, darauf zu reagieren. Einige bieten bereits wieder vermehrt Reload-Freerolls an oder fordern zum persönlichen Kontakt auf, um individuell Boni auszuhandeln. Wer sich im Moment aufmerksam auf den Sites umsieht, kann einige schöne Deals heraus handeln.

Und dann ist da noch das derzeitige Geschehen in der Online Pokerszene selbst. Da weiß sich Steve Ruddock mit Cashgemae-Spezialist Phil Galfond einig, der in „Let’s Make Some Changes“ scharfsinnig die aktuelle Situation analysiert und zum Umdenken auffordert. Mehr zu diesem Thema demnächst, außerdem ein paar Überlegungen, ob die möglichen Entwicklungs-Entschleunigungen nicht langfristig einige positive Wirkungen zeitigen könnten.

Was ist an Super High Roller Events eigentlich super?

Mittwoch, Januar 11th, 2012
The Big One For One Drop

Zum Download der Broschüre auf das Bild klicken

Viktor Blom hat gut 1,25 Millionen Dollar beim Super High Roller Event der PCA gewonnen. Das Buy-in von 100.000 Dollar war relativ bescheiden, denn am 27. Januar soll das Event 20 der Aussie Millions starten, für das jeder Teilnehmer 250.000 Dollar auf den Tisch blättern muss. Und die Tickets für The Big One bei der World Series of Poker, kosten 1 Million Dollar (kann Viktor Blom ja schon mal seinen Gewinn von eben gerade ins Sparschwein tun für). Aber The Big One trägt den Zusatz for One Drop und hat einen karitativen (Neben-)Zweck. Doch der Reihe nach.

Erinnert sich noch jemand an den Onyx Cup? Anfang letzten Jahres, kurz nachdem das High-Roller Event der Aussie Millions mit seinem Buy-in von $250.000 über die Bühne gegangen war, begann Full Tilt Poker die Werbetrommel für eine neue Series mit sechsstelligen Buy-ins zu rühren. Einige Pros, darunter Doyle Brunson und Daniel Negreanu, mokierten sich via Twitter über den neuen Trend zu größenwahnsinnig-hohen Eintrittsgeldern. Ich erinnere mich noch genau, an meine ungläubige Reaktion auf den dämlichen Werbeclip zum Onyx-Cup, durch den Ali Nejad mit lila Schlips und der Ausstrahlung eines Junior-Teamleiters in einem Losverkäufer-Call Centers führte. Bald darauf cashte ich aus, und zwar 25 Dollar, gut fünf Sechstel meiner Funds. Vier Dollar, an die ich seit Juni nicht mehr herankomme, ließ ich auf dem Account (ich weiß, da habe ich noch Glück, verglichen mit den riesigen Bankrolls, die anscheinend jeder sonst bei Full Tilt liegen hat).

Natürlich war ich (und bin ich nach wie vor) entsetzt über die Brutalität, mit der das US-Departments of Justice in die Onlinepoker-Welt und damit in so viele Leben eingriff. Außerdem kommen jetzt, wo die Szene um so viele Spiele ärmer ist in den nicht-NLHE-Varianten, die ich eigentlich viel lieber spiele (FL Omaha High Low und 2-7 Single Draw zum Beispiel, oder Mixed Games), häufig über viele Stunden keine Sit’n Gos zustande, und auch die Turniere sind seltener und viel viel kleiner geworden. Und es freut mich sehr, dass Chris Ferguson erstens noch unter den Lebenden weilt und zweitens Klage gegen das Einfrieren der Spieleraccounts eingereicht hat. An Events wie beispielsweise dem Onyx Cup nervt nicht die die Höhe der geplanten Buy-ins – schließlich liest man ständig über einzelne Pots in Höhe von 100.000en Dollars bei High Stakes Cash Games, off- wie online, in Händen, die oft nicht einmal eine einzige Minute lang dauern. Das Problem liegt in der Langeweile, die sie ausstrahlen. Leute, die viel Geld zur Verfügung haben, schmeißen sich selbiges um die Ohren, wie Kinder mit Knetgummi werfen (ob daher der Ausdruck „Knete“ kommt?). Wo ist da der Witz? Ich meine, wenn man wenigstens davon ausgehen könnte, dass die Jungs und das Mädel, die sich dann am Final Table treffen, bei so einem Event einen ECHTEN Showdown, mit spitzen Schreien, Pistolenschüssen, durch die Luft fliegenden Stühlen, zerbrechenden Gläsern, Flaschen, Spiegeln und so fort abziehen würden – aber so? Poker – selbst in seiner aktuellen wenig romantisch wirkenden Form als Onlinegrinden an 25 bis 50 Tischen gleichzeitig – verkörpert wie sonst kaum ein Spiel das Streben des Individuums nach Glück, letzteres am liebsten in Form von schnellem Reichtum. Die aberwitzigen Buy-ins aber, die Schlagzeilen generieren sollen, degradieren die Spieler zu Eseln, denen immer größere Möhren vor die Nase gehängt werden. Soviel Geld macht die Sache viel zu billig.

Etwas anders liegt der Fall bei „The Big One for One Drop“, einem No Limit Hold’em Turnier mit einem Buy-in $1.000.000, das mit maximal 48 Spielern am 1. Juli im Rahmen der World Series of Poker startet: $111.111 pro Teilnehmer gehen als Spende an die von Guy la Liberté gegründete One Drop Foundation, die weltweit Projekte unter Anderem zur Verbesserung der Trinkwasserversorgung und Ernährungssituation in armen Ländern fördert. Hier kommt ein Element auf den grünen Filz, das ganz wesentlich zum Zauber des Spiels beiträgt – dass die Lust am Pokern nämlich aus anderen Quellen gespeist werden kann als aus der Vorgabe von Verkaufsleitern, die möglichst viel Umsatz generieren müssen. Wer weiß ob das Department of Justice so ohne Weiteres durchgegriffen hätte, wenn man Full Tilt Poker von vornherein karitative Zwecke bei der Onyx Cup Series ins Konzept aufgenommen hätte.

(Nicht nur) Onlinepoker wird anders: IBM prognostiziert bahnbrechende Neuerungen

Mittwoch, Dezember 21st, 2011

Energiekraftwerke für die Hosentasche, biometrische Zugangscodes für Onlinepokerrooms, kabellose Gedanken-übertragung, Turnierplanung ohne eigene Aktivitäten, Onlinegambling in den entlegensten (ehemaligen) Funklöchern: Zugegeben, das klingt ein bisschen wirr, stellt aber nur einen Bruchteil der Veränderungen dar, die unseren Alltag nach den Plänen und Forschungen von IBM in den nächsten fünf Jahren erwarten, nachzulesen  im Novitätenblog von androidpit.de, wo auch kurze Videos zu den Forschungsthemen Energy, Security, Mind Reading, Mobile und Analytics zu finden sind.

So sollen Mini-Kollektoren in jedem Haushalt, an unserer Kleidung und an mechanisch betriebenen Geräten (an Fahrrädern zum Beispiel) die entstehende Bewegungsenergie auffangen und speichern, ob sie nun durch Bewegungen des menschlichen Körpers durch das Fließen von Wassers durch Leitungsrohre entsteht. „Multifaktor-Biometrik“ – zum Beispiel Scans der Retina (Netzhaut der Augen) in Kombination mit elektronischer Stimmerkennung – soll auch am heimischen Computer Passwörter für Anwendungen wie Pokerclients ersetzen. Wie die Sache mit der kabellosen Gedankenübertragung funktionieren kann, davon liefert das neue sprachgesteuerte iPhone ja bereits einen Vorgeschmack (wünschenswert: Ich denke „Fold! Fold! Fold!“ – und der Gegner tut’s. Vielleicht nicht jedesmal, aber wie wäre es mit einem Faktor 1:3, angeordnet nach dem Zufallsprinzip?).

Des Weiteren arbeitet man bei IBM zur Zeit an einer Technologie, die hereinkommende Informationen analysiert, aus- und verwertet, indem sie sie gegebenenfalls direkt in persönliche ToDo-Listen und Terminpläne des Users integriert. Keine verpassten weil nicht turnierten Pokerligatermine mehr, PLO-Turniere werden automatisch eingetragen, wenn sie eine bestimmte Buy in haben und in einem bestimmten Zeitraum starten. Eigentlich ganz nett, oder? Ob aber die anvisierte Ausmerzung von Funklöchern tatsächlich wünschenswert ist?! Kommt auf die Perspektive an – wenn ich mir vorstelle, wie ich am Strand entspanne, nervt der Gedanke an die Quasselstrippenkultur. Andererseits, wenn ich schiffbrüchig in einer Nussschale auf dem Ozean triebe und nicht mal pokern könnte …

Full Tilt Poker Anhörung

Dienstag, Juli 26th, 2011

Heute fand in London die Anhörung von Full Tilt Poker vor der AGCC statt. Mit hohen Erwartungen fieberten Journalisten und Spieler der Anhörung entgegen. Schließlich hatte es im Vorfeld geheißen, dass eine europäische Investorengruppe FTP aufkaufen und alle Spielergelder auszahlen wolle.

Leider konnte sich dies heute nicht bestätigen. Da vor Ort sehr viele Journalisten vertreten waren, baten Vertreter von FTP darum, die Anhörung unter Ausschluß der Öffentlichkeit stattfinden zu lassen. Die einzige bisher bestätigte Information ist, dass man der AGCC noch Lizenzgebühren in Höhe von 250.000 Pfund schulde. Ob und wann man damit rechnen kann, dass FTP die Lizenz zurückbekommt und wieder online geht, ist zur Stunde völlig offen.

Die Öffentlichkeitsarbeit des einst zweitgrößten Online Pokerraums lässt weiterhin zu wünschen übrig. Obwohl Journalisten von allen großen Pokermedien vertreten waren, stellte sich kein Vertreter von FTP den Fragen. Auch wurde erneut keine Pressemitteilung herausgegeben. Zwar wurde um Verständnis gebeten, da man den weiteren Verlauf der Verhandlungen mit den Investoren nicht gefährden möchte. Angesichts tausender treuer Kunden, die auf die Auszahlungen ihrer Bankrolls warten, ist das doch eine eher fadenscheinige Begründung.

Wie es in den nächsten Tagen weitergeht bleibt abzuwarten. Die Chancen auf eine baldige Rückkehr FTPs scheinen im Moment aber relativ klein.

Comeback von Full Tilt Poker?

Freitag, Juli 1st, 2011

Nachdem am Mittwoch überraschend Full Tilt Poker die Lizenz von der Alderney Gambling Control Comission entzogen wurde stehen die Spiele beim einstigen Branchenriesen still. Alle Server wurden heruntergefahren und kein Spieler kann sich mehr einloggen um Transaktionen vorzunehmen. Nachdem durch den “black Friday” zunächst nur Amerikaner betroffen waren, bangen jetzt auch alle andern Spieler um ihre Bankrolls.

Leider gibt es bislang so gut wie keine bestätigten Informationen. Seit dem Entzug der Lizenz hat sich das Management von Full Tilt auch noch nicht zur Situation geäußert. Dafür brodelt natürlich die Gerüchteküche. Nachdem es zuerst hieß Full Tilt würde einfach ohne Lizenz weitermachen, gab es kurz danach Gerüchte, dass man mit einer Lizenz der Kahnawake Gaming Comission seine Geschäfte fortführen würde. Bisher hat sich nichts davon bestätigt.

Gestern Abend berichtete die L.A. Times, dass ein europäischer Investor gefunden sei, der genügend Geld zur Verfügung stellen würde, um Full Tilt wieder auf Kurs zu bringen. Aller höchste Priorität hätte dabei die Auszahlung der Spielergelder. Ob das allerdings tatsächlich der Wahrheit entspricht bleibt abzuwarten. In den Foren wird bereits diskutiert, ob es nicht viel realistischer ist, dass Full Tilt verkauft wird und die Software und alle Patente dann unter einem andern Namen wieder auf den Markt kommen. Was dann aber mit dem Spielergeldern passiert, steht in den Sternen.

Unrealistisch – der Entwurf des neuen Glückspielvertrages für Deutschland

Freitag, April 8th, 2011
Die Remote Gambling Association RGA sieht den neuerlichen Entwurf des deutschen Glücksspielstaatsvertrags als Fehlentwurf an, gibt in einer neuen Pressemeldung jedoch bekannt dass ein Entwurf der Schleswig-Holsteinischen Regierung sehr vielversprechend und realisierbarer sei.

Es mangelt an Geschäftsinn und Realitätsbewusstsein, so Clive Hawkswood, Vorstand der RGA.
Der vorgelegte Entwurf fuer das Online Casino sei weder gestaltbar, noch geschäftstüchtig genug und zeige mal wieder auf tragische Weise wie wenig die Politik vom Business Alttag verstehe.  So sind zum Beispiel Sportwetten auf bestimmte Ergebnisse beschränkt und dazu noch mit einer sehr hohen vorgesehene Umsatzsteuer von 16,66% ausgestattet, die alle „Anreize für private Anbieter, in den deutschen Markt zu investierenÄ von vornherein eliminiere. Die vorgesehen Regulierung sei „nicht geeignet, deutsche Bürger davon abzuhalten, weiterhin Angebote von Unternehmen zu nutzen, die außerhalb Deutschlands lizenziert sind und dort Steuern abführen“, heißt es weiter…. (weiterlesen …)

Isildur1 besiegt Cates oder die Psychologie des Pokerspielers

Sonntag, Februar 6th, 2011

Es gibt eine direkte Verbindung zwischen Gefühlen und Geld. Der Gedanke an hart-erarbeitetes Geldes, das am Pokertisch nun einfach flöten gehen kann, kann direkten Druck auf Ihren Gefühlen haben und damit die Besonnenheit im Spiel start beeinflussen. Das wird wohl niemand bestreiten. 

Gefühle erfahren bei mir in jedem Poker Turneir Parcours: Zorn, Selbstmitleid, Aufregung, Masochismus, Habsucht, Sadismus sind nur eine kleine Auswahl des emotionalen Dramas das ich persönlich bei jedem Pokerspiel erlebe.

Und das scheint mir genau der Punkt zu sein, in dem sich Pros von den Bewunderern unterscheiden: Emotionale Steuerung. Pros unterdrücken ihre Gefühle und unterliegen denen nicht hoffnungslos, sie schaffen es objektiv zu denken hilft und glatt zu fungieren.  Ich werde dagegen von meine Gefühle gesteuert.

Im letzten Online Chat mit Isildur1 fragte ich ihn danach und er verneinte, keine emotionale Antworten im Spiel zu haben. Er stellte aber auch klar, dass es oft genug  allgemeine (vorhersagbare) Reaktionen eher laienhaften Spieler gibt, die es den anderen leichter machen zum Ziel zu kommen.

Ich bekam ein paar Tips:

Im schlechten Verlauf des Pokerspiels sollte  man sich darauf konzentrieren, Verluste zurückzugewinnen oder diese zu minimieren. (weiterlesen …)

Erick Seidel gewinnt Turnier mit höchstem Buy-in aller Zeiten

Sonntag, Januar 30th, 2011

Im Rahmen der Aussie Millions wurde im Crown Casino Melbourne das bisher teuerste High-Roller Turnier aller Zeiten veranstaltet. Satte $250k musste jeder Teilnehmer auf den Tisch legen.

Am Ende fanden sich 20, der mit unter besten Spieler der Welt ein, sodass der Preispool $5. Millionen betrug. Die ersten drei Plätze wurden bezahlt, wobei allein auf den Sieger stolze $2.5 Millionen warteten.

Neben den üblichen Verdächtigen wie z.B. Tom Dwan, Phil Ivey und John Juanda waren noch der größte Online Gewinner 2010 Daniel Cates und diverse Andere am Start.

Bubble-Boy wurde schließlich Wang Quiang, der vom neuen englischen Superstar Sam Trickett an die Rails befördert wurde. Neben Trickett erreichten noch David Benyamine und der Altmeister Erick Seidel die Geldränge.

Auf Platz 3 erwischen es dann den Franzosen Benyamine, der unglücklich mit A6 an A4 von Sam Trickett scheiterte. Dank $1.1 Millionen für Platz 3 dürfte allerdings nicht allzu traurig gewesen sein.

Nach einer guten Stunde Heads-up kam es dann zur entscheidenden Hand. Mit AQ raiste Trickett auf einem 359 Board All-in und wurde von Seidel mit J9 gecallt. Turn und River brachten nur Blanks und somit stand Seidel als Gewinner der $2.5 Millionen Siegprämie fest.

Trickett konnte sich für seinen zweiten Platz auch noch über stolze $1.4 Millionen freuen.

Einmal um die Ecke und da spielt Marvin Rettenmaier

Donnerstag, Januar 20th, 2011

Ich habe gerade mit Schrecken festgestellt dass der Newcomer des Jahres 2010 bei uns im Blog noch gar nicht vorgestellt wurde und dabei ist der Junge fast mein Nachbar aus Stuttgart.

Deshalb hole ich das voller Stolz als Schwabe gleich mal nach:

Ladies und Gentlemen, pls get to know

Marvin Rettenmaier

Marvin RettenmaierEin waschechter Schwabe aus Stuttgart, Mitglied im TitanPokerTeam und Spieler aus Leidenschaft.

Marvin hat sich langsamer als andere hochgespielt, ist ein ruhiger und sehr besonnener Kerl aber was für ein kluger Kopf.

Sein wirklich sehr beschiedenes und sympathisches Auftreten hat wohl viele mehr überzeugt als Pressespektakel a la Viktor Blom, jedenfalls haben die Leser des PokerOlymp eindeutig für Marvin bei der Wahl zum Poker-Newcomer des Jahres abgestimmt.

Ich kann dem nur zustimmen! (weiterlesen …)