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Wie kann ein neuer Poker-Boom aussehen?

Sonntag, Januar 22nd, 2012

„Der Poker Boom ist vorbei“ unken die einen, „Der zweiten Boom kommt bald“, freuen sich die anderen. In Deutschland zumindest stehen die Zeichen für eine neue Online Poker-Welle, nicht zuletzt dank „unseres“ Pokerpapstes Pius und der Aussicht, dass von Schleswig-Holstein ausgehend demnächst auf legale Weise im Internet gepokert werden darf – mehr als 40 Anbieter, darunter auch Branchenriese PokerStars, wollen eine Lizenz aus dem nördlichsten Bundesland haben. Auch in den USA stehen nach Meinung vieler Experten die Zeichen gut für die Legalisierung von Online Poker, das laut einem Rechtsgutachten von höchster Stelle nicht unter das Verdikt des Wire Acts fällt. Vermutlich und nicht eben unerwartet wird Nevada der erste US-Bundesstaat sein, in dem offiziell Online Poker angeboten werden kann.

Was also könnte einem zweiten Poker Boom im Wege stehen? Steve Ruddock, PokerPro, Coach und Journalist, äußert sich in einem sehr interessanten Artikel auf www.pokernewsboy.com sehr skeptisch zu diesem Thema, kommt allerdings im Endeffekt zu dem Schluss, dass zumindest an die Spitzenzahlen von 2006 angeknüpft werden kann. Allerdings, so seine Vermutung, dürfte sich der Prozess, bis ähnliche Umsätze erreicht werden können, eher allmählich vollziehen, nicht mit dem rasanten Anstieg, der zwischen 2004 und dem absoluten Peak von März 2005 erfolgte.

Drei Faktoren macht Ruddock für eine langsamere Entwicklung verantwortlich: Da sind zunächst die wiederholten Rückschläge, die die Pokerwelt in den letzten Jahren erschütterte (meistens erfolgten sie auf dem Onlinesektor, was aber immer auch Rückwirkungen auf Brick-and-Mortar-Poker hatte): die UIGEA von 2006, der Skandal um die Super User auf Ultimate Bet (2004-2008), unverhohlenes Multiaccounting von Pros (zum, Beispiel Eli Elezra auf Full Tilt) und unfassbar dämliche Betrügereien durch Stars der Szene wie das „Pokerwunderkind“ José “Girah” Macedo auf iPoker (2011), zuletzt der Black Friday und der Abgang von Full Tilt Poker und UB/Ultimate Bet mit dem Einfrieren von Hunderten Millionen Dollars auf den Spieleraccounts. Solche negativen Schlagzeilen verursachen bei vielen einen schlechten Geschmack im Mund, und manch einer wird es sich überlegen, ob er selbst im Falle einer Legalisierung mit viel Geld ins Pokern einsteigt.

Ein weiterer Grund, warum es vermutlich für ein erneutes Aufblühen der Branche selbst unter den günstigsten politischen Umständen etwas mehr Zeit braucht, ist schlicht die ökonomische Gesamtsituation: Viele Menschen haben einfach aufgrund sinkender Einkommen nicht mehr das Geld, um auf einen Schlag Hunderte oder gar Tausend von Dollars in ihr Hobby zu investieren. Die Pokerseiten ihrerseits haben angefangen, darauf zu reagieren. Einige bieten bereits wieder vermehrt Reload-Freerolls an oder fordern zum persönlichen Kontakt auf, um individuell Boni auszuhandeln. Wer sich im Moment aufmerksam auf den Sites umsieht, kann einige schöne Deals heraus handeln.

Und dann ist da noch das derzeitige Geschehen in der Online Pokerszene selbst. Da weiß sich Steve Ruddock mit Cashgemae-Spezialist Phil Galfond einig, der in „Let’s Make Some Changes“ scharfsinnig die aktuelle Situation analysiert und zum Umdenken auffordert. Mehr zu diesem Thema demnächst, außerdem ein paar Überlegungen, ob die möglichen Entwicklungs-Entschleunigungen nicht langfristig einige positive Wirkungen zeitigen könnten.

Online Poker Legalisierung in USA

Sonntag, August 1st, 2010

Als 2006 der UIGEA in den USA auf den Weg gebracht wurde und von einem Tag auf den anderen die alte Party Ära vorbei war, wurden Stimmen laut, die eine Legalisierung von Online Poker in den USA forderten. Lange Zeit wurde der UIGEA als das Wurzel allen Übels gesehen. Die Fische wurden immer weniger, die Spiele immer schwerer zu schlagen und das Allheilmittel dagegen wäre den größten Pokermarkt weltweit zu lizenzieren.

Nun könnte es vielleicht so weit sein. Letzte Woche wurde die Gesetzesnovelle HR2267 vom House Financial Services Committee angenommen. Die Novelle sieht eine Legalisierung von Poker und Lizenzierung durch den Staat in den USA vor. Danach würde ein ähnliches System wie in Frankreich oder Italien entstehen. Das Gesetz kann nun dem Repräsentantenhaus zur Abstimmung vorlegt werden, wobei die Chance relativ gut stehen. (weiterlesen…)

Live Poker versa Online Poker!

Sonntag, August 23rd, 2009
Online Poker oder Live Poker

Online Poker oder Live Poker

Die meisten Poker Spieler verbringen den größten Teil ihrer Zeit beim Spielen im Internet.  Live Poker darf  jedoch bestimmt als das eigentliche “Herz” eines jeden Pokerspielers bezeichnet werden.  Das bekannte “Pokerface” zu beherrschen mag das eine sein, Poker zu verstehen, Spielzuege berechnen zu koennen, das macht einen echten Pokerspieler aus.  Trotzdem wird Online Poker von vielen Live Poker Enthusiasten zum Training genutzt. Dabei spielt die Verfügbarkeit  sowie auch die bessere statistische Auswertung des Spiels eine entscheidende Rolle.

Mit den Großveranstaltungen wie der WSOP in den USA ist eindeutig, das der Gewinn eines solchen Live Events einen Poker-Profi unsterblich macht, von einem Online Pokerkoenig hoert man dagegen nichts… (weiterlesen…)