Von Regs und Shortstacks

Es ist ja mittlerweile allgemein bekannt, dass die Spiele auf den meisten großen Online Seiten wesentlich schwerer zu schlagen sind, als noch vor wenigen Jahren. Unser aller liebstes Spiel ist langsam aber sicher ein höchst facettenreiches Strategiespiel geworden, was mit dem Gedultsspiel früherer Jahre nicht mehr viel gemein hat. Hat es beim Pokern jahrelang ausgereicht, geduldig auf gute Karten zu warten und damit die ungeduldigen Fische auszunehmen, wird man mit dieser Strategie heutzutage nicht mehr viel gewinnen können. Auch wenn es gegen gewisse Spielertypen mit Sicherheit auch heute noch richtig ist genau auf diese Weise zu spielen, erfordert das Spiel gegen die meisten anderen Spieler, denen man heute am virtuellen Filz begegnet, eine vielschichtigere Herangehensweise.

Das große Problem was im Moment entstanden ist, ist das bei den schlechten Spielern das Geld nicht mehr so locker sitzt wie noch vor einiger Zeit. Es wird zwar immer noch viel gespielt, aber man sieht doch immer mehr Shortstacks an den Tischen, die rund 20BB halten. Die meisten guten Spieler gehen i.d.R. mit 100BB an den Tisch. Leider kommt man an deren Geld nicht so leicht ran. Der Ansatz liegt wohl darin, das viele doch eine sehr ähnliche Strategie fahren. Weiss man dies auszunutzen, kann man sich auch über schöne Gewinne aus dieser Richtung freuen. Das Problem mit den Shortstacks ist, das sie natürlich unbedingt verdoppeln wollen. Am besten das Geld wandert schon vor dem Flop in die Mitte. Das macht es leider relativ schwer mit marginalen Händen gegen sie Geld zu gewinnen. Gerade wenn man vom Button attackiert sind gewisse Hände, die gegen Fullstacks gut wären, gegen Shortstacks leider nichts wert. Wenn man damit rechnen muss in vielen Fällen All-in gereraist zu werden, sollte man wohl besser nicht mit 89 suited raisen. Gegen Jemanden mit 100BB spielt sich so eine Hand natürlich viel besser. Vor allem in Position.

Wie dem auch sei. Wer heutzutage konstant gewinnen möchte, muss in der Lage sein, sein Spiel möglichst flexibel zu gestalten. Viele Spieler haben einen speziellen Stil und können auch nur schwer davon abweichen. Wer gewinnen will, muss in der Lage sein das zu erkennen und daraus Kapital zu schlagen. Leider sagt sich das wie immer leichter als es in Wahrheit umzusetzten ist. Auf jeden Fall ist die alte Pokerweisheit, das man den Gegner spielen sollte und nicht seine Karten, der Schlüssel zu konstantem Erfolg. Wer die Schwächen seiner Gegner erkennt und kontinuierlich ausnutzt, wird auf Dauer immer zu den Gewinnern gehören.

Wow, jetzt wurde das doch ziemlich lang und philosophisch. Eigentlich wollte ich nur meinen Graph der letzten Monate posten. Wie man gut sehen kann ist es mir leider nicht perfekt gelungen immer gutes Poker zu spielen:). Daherreden ist halt doch leichter als es dann umzusetzen.

graph

4 Responses to “Von Regs und Shortstacks”

  1. barney gumble says:

    Yo, kenn das.Die ganzen Shorties nerven

  2. achill08 says:

    stimmt wohl. allerdings gibts immer noch viele fische grade auf den niedrigen größen. dumm ist nur: da spielen bringt nicht viel ein.

  3. F-1895 says:

    Klang vielleicht etwas pauschal. Es sollte doch eigentlich klar sein, dass man niemals sagen kann: Shortstack=schlecht, Bigstack=guter Spieler. Der Punkt ist nur, dass vielen schwächeren Spielern das Geld nicht mehr so locker sitzt und sie deswegen eher als Shortstacks an den Tischen sitzen. Prozentual gesehen werden schon mehr schlechte Spieler unter den Shortstacks, als unter den Bigstacks sein.

  4. online poker says:

    … ein guter Beitrag! Mir ist auch aufgefallen dass es um einiges schwerer geworden ist schnelles Geld beim Onlinepoker zu gewinnen. Ist aber auch ganz logisch, die meisten schlechten Spieler hören irgendwann auf, die guten bleiben!

Leave a Reply

Everest Poker Poker Forum Pokerworld24 Red Kings TITAN Poker titan poker banner William Hill Winner Poker
© Copyright PokerSucht.com